Weihnachten ohne Stress:
Weihnachten ohne Stress:
Tipps für ein entspanntes Fest

Wie Sie das Weihnachtsessen nicht stresst: Fest ohne Fauxpas – die 5 Regeln

Vorbereitung ist bei Gastro-Profis das tägliche Leben. Nur ein wenig davon sichert Ihren Ruhm als Gastgeber. Denn perfekte Feste zeichnet aus, dass auch alle entspannt sind, die eingeladen und gekocht haben.

SALAT VON KALBSBRIES und Schwarzwurzeln, danach „Hasen­filet mit Preiselbeer-Crêpe“ und „Pralinen-Terrine auf Drambuie-Schaum“ – ein ganz normaler Mittagstisch sah auch vor 30 Jahren nicht so aus. Was die umfangreiche Speisekarten-Sammlung der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, aus der das Beispiel stammt, zeigt, ist die Veränderlichkeit der festlichen Tafel: Das obige Menü würde kaum ein Österreicher heute noch servieren (oder essen) wollen. Doch auch wenn sich die Gewohnheiten ändern und lokal – von der Salzburger Mett’n-Suppen zum Waldviertler Karpfen – variieren, mit fünf einfachen Tipps funktioniert es in der Küche perfekt.

  1. Der „Knigge“ für ein entspanntes Diner, auch wenn mitunter nervige Gäste am Tisch Platz nehmen, beginnt mit der Einladung. Sie sollte eindeutig (Uhrzeit, Ort, ev. mit Parkmöglichkeit oder Haltestelle) und zur ­Sicherheit doppelt ergehen. Denn SMS-Korrespondenzen über Anfahrtswege können im letzten Moment weder die Gastgeber noch die Besucher brauchen!
  2. Dabei lässt sich auch gleich die obligate Frage nach Unverträglichkeiten und Allergien stellen. Klar: Ein zweites Menü für einen einzelnen Gast überfordert Haushalte vielleicht, doch mit kluger Planung lässt sich auch hier Aufmerksamkeit beweisen. Das Gemüse und die Knödel zum Truthahn ergeben mit einer eigens zubereiteten Sauce ein vegetarisches Gericht, das leicht machbar ist.
  3. Ähnlich großzügig sollte man es auch bei den ­Getränken inklusive dem Alkohol halten: Der Lieblingswein des Hausherren muss nicht jedermanns Fall sein. Und wenn der Opa gerne Bier trinkt, darf man auch zwei Flaschen einkaufen. Wer hingegen seit Jahrzehnten keine Riesling-Säure verträgt, macht auch zu Weihnachten keine Ausnahme. Mehrere Optionen – ­z. B. bei Rebsorten und Jahrgängen – zeigen den Profi.
  4. In der Küche gilt vor allem die Devise: Der Ofen ist ein Freund. Alles, was ohne Hektik dem Servieren entgegen schmurgelt, stellt eine ideale Wahl fürs Festessen dar. Heikle Garpunkte haben hingegen wenig zu ­suchen an einem Festtag, sie stressen nur unnötig. Das schöne Motto britischer Köche („fire and forget“ – zustellen und vergessen) erklärt, ­warum große Braten, Filet Wellington und Schmorgerichte wie Bœuf Stroganoff zu den Festtagsklassikern gehören. So bleibt Zeit, um mit den Gästen zu plaudern, Lachs aufzulegen und Ka­na­pees vorzubereiten.
  5. Gänzlich tabu am Festtagstisch sind hingegen „Versuche“, also Gerichte, die in guter Absicht erstmalig gekocht werden! Ähnlich heikel für gute Köche, aber schlechte Bäcker sind Mehlspeisen als Dessert. Zumal übergenaues Abwiegen, sekunden-präzise Backzeiten und mangelnde Back-Ausrüstung hier den Erfolg ­gefährden. In den Kühlschrank gestellte Nachspeisen wie die im letzten Moment karamellisierte Crème brûlée oder Käse sind hier entspanntere Vorschläge. Und gegen die Weihnachtsbäckerei als Nachtisch spricht ohnehin nichts. Im ­Gegenteil!

Weil Genuss sein muss

Stimmungsvoll den Tisch decken, Kerzen anzünden und dann edle Getränke servieren. Dank der frei Haus gelieferten Genüsse lässt sich auch anno 2021 stilvoll feiern!

Sekt-Kunst KEINE FEIER ohne Sekt! Und das Synonym dafür in Österreich lautet Schlumberger. Die Traditionsmarke lässt sich modern direkt im Onlineshop ordern, selbst Raritäten wie die Große Reserve – die hochwertigste heimische Qualitätsstufe. Besonders originell: das Sekt–Etikett mit persönlicher Note („Prost, liebe Erni!“) selbst erstellen. www.schlumberger.at/de/shop/sekt

Wach bleiben! KOFFEIN wie drei Tassen Espresso hat der stärkste Kaffee der Welt: Alexander Melchior hat „Black Insomnia“ nach Österreich gebracht. Den Wachmacher gibt es im Onlineshop als ganze Bohnen, in gemahlener Form, als Kapsel und Cold Brew in der Dose. Ganz ohne Maschine funktioniert auch der Pour-over-Beutel: wie ein Tee, nur stärker! www.blackinsomnia.at

Wein-Paradies JAHRGANG 2020 liegt hier schon auf und natürlich warten auch die regionalen Top-Schaumweine – und manche Spirituosen-Rarität – in Parndorf. Der Shop der „Wein-Lagerlogistik“ gleich hinterm Factory Outlet-Center lässt keine Wünsche offen. Speziell für ein schnelles Geschenk für Weinfreunde (oder sich selbst?) ist man hier richtig. www.wein-logistik.at

Bierscherung IM SOMMER wird im Waldviertel bereits gebraut, damit das feinherbe Bockbier mit der Weihnachtsmütze genügend Reifezeit (vier Monate sind es) hat. „Schremser“-Brauer Karl Trojan sieht das starke, vollmundige Bier als guten Begleiter zu den Speisen der kalten Jahreszeit. Praktisch: Jede Flasche wünscht „Frohes Fest!“. www.schremser.at

Whisky-Pulli UGLY SWEATER, also besonders kitschige Pullover, gehören zu den neueren Weihnachtsparty-Traditionen. Auch die schottischen Whisky-Macher von Glenmorangie haben dem „Tale of Winter“ optisch einen Strickpullover verpasst. Der 13-jährige Single Malt soll nach Weihnachtsbäckerei schmecken – und wärmt an Wintertagen. www.glenmorangie.com/de-de