Im Gemeindeporträt
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Eine Stadt im Wachstum

Best of Gemeinden: Oberwart ist die Stadt der Vielfalt

Ein friedliches, freundschaftliches und verständnisvolles Miteinander leben im Bezirksvorort die verschiedensten Volksgruppen, Konfessionen und mehr als 70 Vereine. Bürgermeister Georg Rosner ist zu Recht stolz darauf und verrät im schau-Interview die Pläne der Stadt für die Zukunft.

Oberwart, die „Stadt der Vielfalt“, wächst zurzeit über sich selbst hinaus. Sehr zur Freude von Bürgermeister Georg Rosner, der den Bezirksvorort auf dem Weg zu einer wunderschönen Kleinstadt begleiten möchte, mit hoher Lebensqualität, genügend Arbeitsplätzen und einem verkehrsberuhigten, grünen Stadtzentrum.

schau: Oberwart ist eine Stadt im Wachstum, viele Familien ziehen hierher, was ist das Erfolgskonzept?

Georg Rosner: Oberwart ist die Wirtschaftsmetropole des Südburgenlands. Wir sind Einkaufs- und Sportstadt, Schul- und Messestadt. Der Wachstumskurs lässt sich durch Zahlen belegen. Oberwart hat rund 7.700 EinwohnerInnen und mehr als 7.500 Arbeitsplätze. Durch die gute wirtschaftliche Entwicklung ent­stehen Unternehmen und Arbeitsplätze. Viele Menschen verlegen ihren Wohnort nach Oberwart. Wir investieren in den Ausbau der Infrastruktur und Kinderbetreuung. Wasserleitung, Kanal, Straßen, Betriebsflächen etc. sind wichtig, damit sich unsere BürgerInnen wohlfühlen, die Stadt für sie lebenswert ist und Unternehmen sich hier ansiedeln. Die gute Arbeitsplatzsituation, die gut ausgebauten Kinder­betreuungseinrichtungen, das umfangreiche Bildungsangebot – dieser Mix macht es aus. Wir sind am Land, genießen trotzdem den Komfort des Stadtlebens.

Oberwart bindet die BewohnerInnen mit der Bürgerbeteiligung aktiv in die Gestaltung der Stadt mit ein – welche Ideen werden zukünftig umgesetzt?

Wir arbeiten für die Menschen dieser Stadt, deshalb ist es mir auch wichtig, dass wir ihre Bedürfnisse kennen. Wir haben im vergangenen Jahr die Wünsche und Ideen zum Thema Stadtpark Neu abgefragt und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Heuer im Sommer konnten wir nach mehreren Monaten der ­intensiven Planungsphase einen ­Entwurf für den Stadtgarten präsentieren. Nun geht es in die Detailplanung, im kommenden Jahr sollen hier bereits erste Arbeiten stattfinden. Ausgehend vom Projekt Stadtpark Neu wollten wir im August und September 2021 von den BürgerInnen wissen, was ein attraktives, lebenswertes Stadtzentrum auszeichnet und was passieren muss, dass sich Menschen im Oberwarter Stadtzentrum gerne aufhalten. Ziel dieses Prozesses ist, eine Grundlage für ein Verkehrs- und Gestaltungskonzept für das Stadtzentrum zu ­haben, in dem sich die Wünsche und Vorstellungen der BürgerInnen widerspiegeln. Mehr als 150 Rückmeldungen haben wir erhalten, diese werden zurzeit von der begleitenden Agentur ausgewertet und sollen noch dieses Jahr der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Wie ist Oberwart wirtschaftlich durch die Corona-Krise ­gekommen?

2020 und 2021 waren geprägt von der Corona-Pandemie. Auch wir haben – wie so viele andere Kommunen – mit den Auswirkungen zu kämpfen. Aber durch konsequente Budgetdisziplin in den vergangenen Jahren wurde in Oberwart eine solide Finanzbasis geschaffen. Im Sinne einer effizienten und sparsamen Verwaltung haben wir immer darauf Bedacht genommen, notwendige Investitionen, geplante Vorhaben und bestes Bürgerservice und Bürgerinformationen zu garantieren! Damit haben wir die Krise so gut wie möglich gemeistert.

Welche Projekte wurden heuer realisiert?

Eine der zentralen Aufgaben einer Kommune ist die Instandhaltung und Erweiterung der Infrastruktur. Heuer wurden dahingehend wieder Projekte im Bereich Straßenbau, Kanal- und Wasserversorgung umgesetzt. Erst vor Kurzem wurde die Baustelle zum Tausch von rund 600 Laufmetern Wasserleitung „Am Telek“ abgeschlossen. Auch die Straßenbeleuchtung wurde dort erneuert. In unserem Ortsteil St. Martin/Wart wird derzeit am Hangwasserschutz gearbeitet. Ein wichtiges Projekt war heuer auch der Wettbewerb zum Bau des Bildungscampus, der neben der Musikschule und dem Probelokal für die Stadtkapelle die neue Volksschule beherbergen soll. Mehr als 60 Projekte wurden eingereicht. Ein Wiener Architekturbüro hat schlussendlich den Zuschlag erhalten, hier beginnen nun die Detailplanungen. Im Sommer wurde mit dem Bau der neuen Sportstätten für den ESVO und den UTC begonnen. Weiters wurde in die Erweiterung der Kinderbetreuungseinrichtungen investiert. In der Kinderkrippe sind vier neue Gruppenräume entstanden, die wir pünktlich zu Beginn des neuen Kindergarten- und Schuljahrs eröffnen konnten.

Welche Pläne gibt es für das kommende Jahr?

Derzeit arbeiten wir an der Erstellung des Voranschlags für das kommende Jahr. Mir ist wichtig, dass die finanzielle Situation der Stadt stabil bleibt. Wir werden Infrastrukturprojekte umsetzen, auch die Arbeiten zur Umgestaltung des Stadtparks beginnen, und die Detail­planungen für den Bildungscampus werden weitergehen. Und die Nationalen Spiele der Special Olympics finden bei uns statt!

Vielen Dank für das Gespräch.

Faktencheck Oberwart

  • Bundesland: Burgenland
  • Pol. Bezirk: Oberwart
  • Fläche: 36,5 km2
  • Höhe: 315 m
  • Einwohner: 7.693 (11/2021)
  • Bürgermeister: Georg Rosner