Mitsubishi L200
Mitsubishi L200
ein Pick-up für Profis

Der Mitsubishi L200: Profi-erprobt

Teamgeist auf vier Rädern und hoher See: Der Mitsubishi L200 ist ein Pick-up für Profis – wie das Red Bull Extreme Sailing Team.

Der moderne Pick-up ist aus der Kreuzung von Geländewagen und Lkw entstanden. Was auch in etwa beschreibt, wie vielseitig er verwendbar ist. Egal ob für Landwirtschaft, Gewerbe oder Freizeit, die allrad­getriebenen Allrounder haben sich längst einen fixen Platz in der Kundengunst erarbeitet. Das Red Bull Extreme Sailing Team mit Hans-­Peter Steinacher und Roman Hagara setzt ebenfalls auf das Allzweckgerät. schau durfte beim Profi-Einsatz im Rennkatamaran auf dem Atlantik dabei sein.

Der Büffel und das Boot

Der Pick-up schaut lässig aus, wird als Arbeitstier aber hart rangenommen. Weitere Strecken zu den Regatta-Events reisen die Boote zwar im Container, aber Werkzeug und Equipment wollen auch transportiert werden. Am Ende gilt es immer noch, die letzte Strecke vom Dock zum Wasser zurückzulegen – für den Mitsubishi kein Problem, mit über einer Tonne Zuladung und drei Tonnen Anhängelast. GC32 heißt die Klasse, in der das Red Bull Exreme Sailing Team antritt. Der dezente Code steht für ein High-tech-Kohlefaserboot, das wettbewerbsfertig gerade einmal 950 Kilogramm wiegt. Der L200 könnte also drei davon ziehen und noch eines huckepack tragen.

Kurz einmal eintauchen

Die Einweisung für den Trip an Bord des Katamarans ist kurz und präzise: nicht im Weg sein, Kopf runter, bloß kein Seil anfassen. Letzteres wäre ohnehin illusorisch, sobald das Rennboot Fahrt aufnimmt, ist man vor allem mit Festhalten beschäftigt. Der Atlantik ist keine Badewanne, der Wind stark und böig, die Wellen sind unregelmäßig und hart. Die beiden Rümpfe brettern über die Kämme, tauchen ein und heben sich wieder, ein lärmendes Stakkato aus Schlägen, Gischt und Windgeräuschen. Das Team arbeitet ruhig und souverän, jeder Handgriff sitzt, die Hinweise untereinander kommen knapp, aber nicht hektisch.

Von Luft und Wasser

Und plötzlich Stille, das ganze System in völliger Ruhe, nur noch ein stetes Pfeifen begleitet uns. Der Katamaran schießt über den Wellen dahin – wortwörtlich, denn der GC32 ist nichts anderes als ein windbetriebenes Tragflächenboot. Die Flügel – hier Foiles genannt – sind der letzte Kontakt zum Wasser, das Tempo ist atemberaubend, wir fliegen einen Meter über dem Meer. Am Vorabend hat Hans-Peter Steinacher die Frage nach dem Schönsten bei diesem Sport so beschrieben: „Der Moment, wenn du das ganze Ding völlig beherrschst, wenn alles passt und du weißt, das ist der perfekte Zustand und du steuerst ihn.“ Genau den hatten wir dort draußen, man spürt es einfach, wenn er da ist. Und das Hochgefühl darüber hält den ganzen Tag an. 35 Knoten (etwa 65 km/h) sind auf dem Wasser ein ­irres Tempo, an Land im Mitsubishi L200 mit seinem stoisch-bulligen Dieselmotor ist das ein beschauliches Dahingleiten. Werkzeug und Ausrüstung sind wieder auf der Ladefläche verstaut, der Abend gehört erneut den Arbeitstieren: Das Boot muss morgen wieder fit sein für den nächsten Renntag.

Mitsubishi L200 4WD Doppelkabine

  • Einer für alle und mit allem – Platz für 5 Personen, über 1,5 Meter ­Ladefläche, Allrad und dennoch günstiger Verbrauch
  • L/B/H, Radstand: 5.225/1.815/1.775, 3.000 mm
  • Zylinder/Hubraum: 4/2.268 cm3
  • Leistung/Drehmoment: 150 PS /400 Nm
  • Drehmoment: 530 Nm bei 2.300–5.000 U/Min.
  • Getriebe: 6-Gang man.
  • Vmax: 174 km/h
  • 0–100 km/h: k. A.
  • Verbrauch: ab 8,6 l/100 km
  • CO2: ab 226 g/km
  • Preis: ab 27.650 Euro (inkl. NoVA, exkl. USt.)